Ein neues Jahr – ein neuer Anfang:-)

Ein neues Jahr – ein neuer Anfang:-)

Liebe Leser,

es ist also soweit. Das Jahr 2011 hat begonnen. Was wird es bringen? Viele Menschen entwickeln für das neue Jahr gute Vorsätze. Man möchte mit dem Rauchen aufhören, mehr Freizeit haben, mehr Sport treiben, mehr Kultur erleben etc. Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, dass ein solcher Wandel zu diesem Zeitpunkt selten funktioniert. Zumindest war es bei mir bisher immer egal, wann ich eine Sache ändern oder neu starten wollte. Es ging viel mehr darum, ob ich das Ziel intensiv verfolgt habe. Mit dem Rauchern aufzuhören war z.B. ein Beschluss den ich mitten im Sommer gefasst habe:-) Allerdings habe ich die Zeit zwischen den Jahren genutzt, um meine gesamten Onlineaktivitäten zu analysieren und zu hinterfragen.

Der Kulturbeutel-Blog ist in 2010 von mir kaum weiterentwickelt worden. Der letzte Beitrag datiert aus dem August 2010 und beschäftigt sich mit dem Thema Google Street View. Nun ist es nicht so, dass ich seitdem nicht gebloggt habe. Im Gegenteil, ich war sogar richtig fleißig. Zumeist habe ich auf dem Blog des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. gebloggt. Zum Anderen habe ich einen Artikel zum Thema Gaming zum Handbuch Bibliothek 2.0 beigesteuert und in einigen Zeitschriften weitere Ideen veröffentlicht.

Eine zeitlang habe ich überlegt, ob ich den Kulturbeutel-Blog nicht schließen sollte. Ich habe mich gefragt, ob nicht die Gefahr besteht mich zu verzetteln. Und es macht auf Dauer für die Online-Community wenig Sinn, einen Blog zu haben, auf dem nur alle paar Monate etwas geschrieben wird. Christian-Henner Fehr der den Kulturmanagement-Blog betreibt fragte mich vor längerer Zeit, ob der Kulturbeutel-Blog eine weitere “Blogleiche” geworden ist. Ab diesem Moment habe ich angefangen nochmal neu über alles nachzudenken.

Ich glaube sehr viele Menschen haben ein ähnliches Problem wie ich. Das Internet bietet eine unglaubliche Vielzahl an Möglichkeiten zu lernen, zu kommunizieren, Inhalte zu erschließen und zu verbreiten. Aktuell habe ich über 60 Accounts bei verschiedensten Plattformen von Google über Twitter bis hin zu Mindmeister oder Remember the Milk. Ist es möglich alle diese Accounts sinnvoll zu nutzen? Sollte ich vielleicht einige Plattformen über Bord werfen? Zudem kostet die Arbeit mit diesen Plattformen sehr viel Zeit und welcher Mehrwert entsteht wirklich aus der Nutzung? Schließlich kam ich in meinen Gedanken auf das, was ich immer in meinen Seminaren und Workshops für Kulturinstitutionen und Unternehmen sage: man braucht eine Strategie und man sollte sich überlegen, was man mit welcher Plattform erreichen kann und was nicht, ob man dafür die ausreichenden Ressourcen (z.B. Zeit) hat und man das damit verbundene Ziel auch erreichen kann. Aus diesem Grund habe ich mein kleines eigenes Programm “Crocksberlin 2.0” gestartet. Ich werde mir bei all den Plattformen mit denen ich arbeite überlegen, ob ich sie noch weiter nutzen möchte und warum. Und die Ergebnisse meiner Überlegungen werde ich hier posten. Jetzt werden sich vielleicht einige von Euch fragen, ob ich als Trainer und Berater u.a. für Aktivitäten im Web 2.0 diese Fragen nicht längst gelöst haben sollte? Nun das Internet verändert sich stetig weiter. Ideen und Planungen die vor ein oder zwei Jahren noch richtig und sinnvoll erschienen, müssen immer wieder hinterfragt werden. Die Arbeit mit all den verschiedenen Plattformen war – selbst wenn ich die Arbeit damit einstellen sollte – nicht umsonst. Ich habe etwas ausprobiert, mich weiterentwickelt, Fehler gemacht und gelernt. All dies sind Dinge die völlig normal ja sogar notwendig sind. Es gibt also keinen goldenen Weg zum Online-Erfolg – aber es ein paar Dinge die man beachten sollte, wenn man online aktiv sein will. Das ist aber inhaltlich noch nicht alles. Ich habe mir weiterhin überlegt, dass ich meine Themen über die ich auf verschiedenen Blogs schreibe besser aufteilen werde:

Wie einige von Euch vielleicht wissen, arbeite ich als Trainer, Berater und Speaker in den Bereichen Onlinemarketing, Kulturmanagement und Game Studies. Dies sind auch die Themen, über die ich hier auf diesem Blog schreiben möchte. Zudem bin ich Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender des Vereins Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V. und werde zum Thema Kultur- und Wissensvermittlung weiterhin auf dem Blog der Zukunftswerkstatt schreiben. Und dann gibt es noch ein neues spannendes (Blog-) Projekt, das ich schon lange angehen wollte und welches nun endlich losgeht. Aber darüber werde ich Euch in einem weiteren Beitrag schreiben.

Ich wünsche Euch allen ein schönes und erfolgreiches Jahr 2011

Euer Christoph

6 Replies to “Ein neues Jahr – ein neuer Anfang:-)”

  1. Deine Probleme kommen mir bekannt vor. 🙂 Ich habe ähnlich viele Accounts wie Du, aber im Endeffekt nutze ich die Social Bookmarking-Dienste Mister Wong, Delicious und Diigo, Facebook, Twitter und mein Blog. Dann gibt es noch mal so viele Tools, die ich gelegentlich verwende, alle anderen existieren lediglich noch, können aber natürlich, wenn Bedarf besteht, wieder aktiviert werden.

    Wichtig ist in meinen Augen, dass man eien zentrale Anlaufstelle, z.B. ein Blog hat, alle anderen Kanäle liefern nur zu. Wenn man dann halbwegs regelmäßig schreibt und weiß, wofür, kann eigentlich nichts schiefgehen.

    Wobei Du schon ein recht breites Spektrum abdeckst. Aber Dein neues Blogprojekt interessiert mich natürlich. 🙂

  2. Hallo Christian,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich habe festgestellt, dass ich unglaublich gerne neue Tools ausprobiere. Ich habe noch einige Myspaceseiten und dann noch Spezialcommunitys usw. Durch die Arbeit mit dem Thema Games wächst die Anzahl meiner Account rasant – und einige Accounts basieren auf den Zugangsdaten von Facebook und Google. Vielleicht werde ich einfach mal eine Liste erstellen mit allen Plattformen auf denen ich unterwegs bin. Dann kann man sich darüber austauschen.

    Deinen Ansatz mit der zentralen Plattform sehe ich genauso – bei mir werden es die Blogs sein. Sicherlich muss man auch nochmal trennen zwischen externen und internen Plattformen. Ich arbeite auch projektbezogen mit vielen internen Blogs und internen Wikis etc.

    Beste Grüße

    Christoph

  3. Hallo Christoph, Du sprichst (wiedermal) ein wichtiges Thema an, das mich auch seit einiger Zeit beschäftigt. Ich sehe vor allem das Problem, dass man sich in den vielen Plattformen durch Streuung verzettelt – d.h. man postet hier und da etwas, was sich dann auf der entsprechenden Plattform wenig Beachtung findet (oder nur von einer bestimmten Gruppe). Der Hinweis von Christian, dass man über eine “zentrale Anlaufstelle” verfügen sollte, ist m. E. ganz entscheidend. Von dieser “Zentrale” bespielt man dann mehr oder weniger automatisch sämtliche Plattformen und in der Summe “wirken” dann auch kleinere verstreute Beiträge als ein gebündeltes Ganzes. Aber oft ist es leichter gesagt als getan, eine solche „Anlaufstelle“ zu schaffen. Ich habe bei diversen Projekten (und bei meinen eigenen Aktivitäten) folgendes Problem: Wie soll man mehrere Blogs, die man zu unterschiedlichen Themen betreibt, auf einer Seite „bündeln“? Siehst Du bei Dir auch dieses Problem? Oder ist in diesem Fall eine „zentrale Anlaufstelle“ nicht so entscheiden?

    1. Lieber Simon,

      erstmal vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich denke man muss in diesem Fall zwischen Technologie und Inhalt unterscheiden. Christian Henner-Fehr hat ja in seinem Kommentar auf flavors.me hingewiesen. Ich habe mich dort gerade angemeldet und werde das Tools ausprobieren. Soviel zum Thema ausmisten:-) Aber andererseits bedeutet Frühjahrsputz-Online ja nicht, dass man nicht etwas Neues hinzuholt.

      flavors.me ist aber nur eine Technologie – ich denke es ist genauso wichtig, inhaltlich zu denken. Ich schreibe aktuell auf 4 Blogs. Dabei handelt es sich um 3 “berufliche” und einen “privaten” Blog. Die beruflichen Blogs befassen sich mit unterschiedlichen Inhalten oder sind Teil von Organisationen deren Teil ich bin. Ein Zusammenlegen wäre nicht sinnvoll. Ich denke man muss genau überlegen, was man mit welcher Plattform erreichen möchte und dann entscheiden.

      Ganz liebe Grüße

      Christoph

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