Enter Africa – Teil 3 – Gaming und Gamification in Äthiopien

Liebe Leser,

es ist Zeit für einen neuen Beitrag zu meinem großen Afrika-Abenteuer. Heute war der letzte Tag der Vorbereitungen. Ab morgen geht es los. Wir haben heute viel besprechen müssen. Zum einen sind wir noch mal alle Abläufe für die gesamten Workshops durchgegangen. Zudem haben wir uns intensiv mit der Kommunikation vor während und nach den Workshops beschäftigt. Uns stellt die gesamte Situation vor einige Herausforderungen. Da sind z.B. die sprachlichen Unterschiede. Wir sind in englischsprachigen und französischsprachigen Ländern unterwegs. Trotzdem wollen wir alle Teilnehmer des Programms auf einer Plattform zusammenfügen. Denn nur wenn wir alle Teilnehmer der Workshops sowie alle damit verbundenen Institutionen und natürlich alle interessierten Personen auf einer Plattform zusammenfügen, können wir die so wichtige Community aufbauen. Hierzu experimentieren wir gerade mit verschiedenen Ansätzen.

Ebenso haben wir uns noch mal über unsere Strategie im Kontext von Social Media unterhalten. Bei solchen Projekten gibt es immer verschiedene Themenkomplexe , die alle relevant sind und die miteinander in Verbindung stehen. In unserem Fall geht es zum einen um die verschiedenen Ländern beziehungsweise Städte und die damit verbundenen Fragestellungen hinsichtlich eine Entwicklung in der Zukunft. Dafür müssen u.a. aktuelle Problemstellungen definiert werden. Gleichzeitig geht es um den Prozess der Nutzung von Gaming und Gamification als Werkzeug für Veränderungsprozesse auf Basis jener Problemstellungen. Manche Menschen sind eher interessiert an den jeweiligen Herausforderungen in den Städten während andere wiederum ein großes Interesse an der Art und Nutzung von Gaming und Gamification haben. Und dann ist da noch die große Gruppe derer die einfach das Gefühl haben möchten, dabei zu sein. Wir haben es also mit unterschiedlichen und individuellen Motivationsportfolios zu tun, die wir alle auf die eine oder andere Art und Weise adressieren müssen.

Schließlich haben wir den Raum vorbereitet. Zentrum des Raumes ist eine große Karte von Addis Abeba. Im Laufe des Workshops werden die Teilnehmer zu vorab von Ihnen ausgesuchten Themenbereichen die Orte markieren, die für unser Spiel relevant sind. Es geht um Orte, die man verändern sollte, oder aber für die man sich in der Zukunft eine andere Funktion vorstellen kann. Dies ist übrigens der erste Moment im Workshop, wo wir Spiel und realen Ort zusammenbringen. Ich finde diesen Moment immer ganz wichtig. Denn hier kann man sehr gut erkennen, welche Entwicklung das Spiel nehmen wird. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie im Laufe eines solchen Prozesses die Teilnehmer versuchen, reale Orte in Spielmechaniken zu übersetzen.

Aber zu diesem Punkt werde ich mehr berichten, wenn ich über die einzelnen Workshoptage schreibe. Für heute soll es erstmal genug sein.

Beste Grüße Christoph Deeg

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