Mein Gaming-Abenteuer in Neuss – Teil 3.

Mein Gaming-Abenteuer in Neuss – Teil 3.

Liebe Leser,

 

ich sitze gerade im Flughafen Nürnberg. In Kürze startet mein Flug nach München und dann geht es weiter nach Mexiko. Mein Projekt in Mexiko neigt sich dem Ende zu. Und wir beenden es mit einem großen Feuerwerk an Ideen und Aktivitäten. In diesem Beitrag soll es aber noch um mein Gaming-Projekt in Neuss gehen. Gestern war der letzte Tag und ich habe Neuss ziemlich beeindruckt verlassen. Am dritten Tag war das Eis gebrochen bzw. hatten wir am dritten Tag die Betriebstemperatur erreicht. Die Gruppe arbeitete sehr schnell und vor allem sehr gut. Wir haben zwei komplette Szenen aufgenommen auch die dazugehörigen Quests im Spiel erstellt. Ich war ziemlich begeistert, denn die Ideen hatten eine völlig neue Qualität erreicht. Was mir besonders gut gefiel war die Idee, dass man das Spiel und die Szenen ganz anders miteinander verbindet:

In einer Szene suchen die Figuren weiter nach Shakespeare und sie kommen auf ihrer Suche in der Volkshochschule Neuss an. Dort hören sie von einer Gruppe, die gerade ein Spiel zu Shakespeare entwickelt, in dem auch Theaterszenen vorkommen. So wurde quasi eine Logik-Schleife erstellt, die mich immer noch ziemlich fasziniert. Immerhin sollen die Videos bzw. die Szenen wieder Teil des Spiels werden.

Am letzten Tag ging es dann um Testen und Evaluieren. Die Teilnehmer haben ihr Spiel gespielt und sich noch einmal die Szenen angesehen. Wir haben jedes Element gemeinsam analysiert und Verbesserungsvorschläge gemacht. Nach den fünf Tagen haben wir sehr viel auf die Beine gestellt. Die Kinder waren wirklich großartig und die Zusammenarbeit mit Bardia Rousta was sensationell. Die Kombination aus Theaterspiel und Gamesentwicklung funktioniert sehr gut und wir werden dieses Konzept noch öfter umsetzen. Auffallend war, dass Theater und Game so gut zusammenpassen und zugleich sehr unterschiedlich sind. Die Kinder fanden den Zugang zum Theater schneller, denn es gab dort weniger Vorgaben. Gleichzeitig entwickelten sich die Szenen aber immer aus der Sicht des Spiels. Es hilft sicherlich, wenn man mehr als fünf Tage zur Verfügung hat. Bardia Rousta und ich wollen das in Zukunft auf zwei Wochen ausweiten. Ich werde die Erkenntnisse auch mit Michele Salvatore besprechen, mit dem ich ja den Aufbau eines Gaming-Kulturvermittlung-Soziokultur-Netzwerkes in Deutschland, Schweiz, Österreich begonnen habe

Alles in allem war es ein tolles Projekt und eine tolle Zeit. Die Kids waren sensationell und ich erlebe gerade, wie es ist, mit so einer Gruppe in einer WhatsApp-Gruppe vernetzt zu sein – vielen Dank Euch Allen! Und dann möchte ich auch Jürgen Hille danken, der uns filmisch begleitet hat und einen Dokumentarfilm erstellt. Ganz großen Dank an Bardia Rousta für die wirklich tolle Zusammenarbeit – das hat man selten. Und einen ganz besonderen und großartigen Dank an die Volkshochschule Neuss und vor allem Ursula Hebben, dass sie uns alle zusammenbrachte und wir spielen durften.

Beste Grüße

 

Christoph Deeg

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