Mein Gaming-Abenteuer In Dornbirn – Teil 2.

Mein Gaming-Abenteuer In Dornbirn – Teil 2.

Liebe Leser,

ich sitze gerade beim Frühstück in Dornbirn und möchte noch schnell über die letzten beiden Tage berichten. Wie bereits in dem vorherigen Beitrag beschrieben, führe ich für die Stadtbibliothek Dornbirn drei Einzelworkshops durch, bei denen ich mit Schulklassen ein Local-Based-Game baue. Wir nutzen dafür wieder die App. von Espoto und somit ist dies quasi die Kurz-Variante meiner Projekte in Mexiko und Äthiopien.

An einem Tag kann man natürlich nicht das gleiche Workshopkonzept durchführen. Also habe ich reduziert. Zudem habe ich es mit sehr jungen Teilnehmern zu tun, was bedeutet, dass ich auch inhaltlich anders arbeiten muss. Bis jetzt funktioniert das Projekt sehr gut, aber es sind mir schon ein paar Dinge aufgefallen:

Das Alter der Teilnehmer hat einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeit. Das mag banal klingen, aber bedeutet schon einen gewissen Aufwand, sich an die Gegebenheiten anzupassen. Ein viel größerer Impact ist jedoch die Schreib- und Lesekompetenz. Wenn hier massive Defizite vorhanden sind, dauert alles viel länger und man muss die Teilnehmer völlig anders motivieren. Hilfreich ist auch ein Parallelangebot, wenn nur eine kleine Gruppe aktiv am Spiel arbeiten kann. In unserem Fall ist es so, dass irgendwann eine Gruppe ihre Daten in die App. einträgt. Diese Aufgabe kann für die anderen langweilig werden und dann ist es sinnvoll eine andere Aufgabe für “den Rest” der Gruppe zu haben.

Die Lehrer sind sehr wichtig. Nur wenn sie wirklich mitmachen, kann das Projekt funktionieren. Sie müssen aber auch verstehen, dass sie keine Co-Moderatoren sind. In meinem Fall haben die Lehrer ihre Rolle sofort angenommen – das war sehr hilfreich.

Besonders traurig: die Schüler würden gerne mehr auf diese Art und Weise lernen und die Lehrer ebenso. Aber das starre Schulsystem lässt dies einfach nicht zu.

Heute kommt die vielleicht anspruchsvollste Altersgruppe: 12 Jahre. Ich bin sehr gespannt, was wir heute schaffen werden. Wir werden uns heute primär um die Bibliothek kümmern. D.h. die Quests finden in der Bibliothek statt. Und heute Abend findet dann die Dornbirner Gaming-Nacht statt – ich werde berichten…

Beste Grüße

 

Christoph Deeg

Kommentar verfassen

IMPRESSUM