Digitale Aktivitäten und analoge Veränderungen

Digitale Aktivitäten und analoge Veränderungen

Liebe Leser,

wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, dann ist sehr viel geschehen. Es gibt völlig neue Projekte und Herausforderungen und ich bin nun wirklich verheiratet:-) Und ja, ich war wie immer digital sehr aktiv – jedoch nicht auf meinem Blog. Ich kann nicht genau sagen, was dazu geführt hat, dass ich für Monate nicht gebloggt habe, aber ich habe mir in den letzten Tagen zumindest einige Gedanken zu meinen digitalen Aktivitäten gemacht:

Wenn ich mir meine digitalen Aktivitäten als Ganzes ansehe so muss ich sagen: ich war noch so aktiv wie in den letzten Monaten. Auf Facebook, Instagram und Twitter konnte man mir an all die Orte folgen, an denen ich Workshops durchgeführt habe. Allerdings hat sich das Konzept geändert. Anstatt ab und zu über Elemente der Workshopreisen zu berichten, habe ich Bilder von den Teilnehmern der Workshops, den besuchten Orten und mein Essen fotografiert und gepostet. Nun mag man einwenden, dass dies wenig mit meinen Workshops und mehr mit meiner Selbstinszenierung zu tun hatte. Und auf eine gewisse Art und Weise stimmt dies sogar. Aber es war weniger der Wunsch, sich selbst in der Öffentlichkeit zu inszenieren, als vielmehr der Gedanke, eine andere Verbindung zu vielen meiner Kontakte aufzubauen. In den letzten Monaten hatte ich so viele Anfragen zu den Inhalten meiner Workshops wie noch nie zuvor – und es waren mehr Anfragen als ich vorher aktive Kontakte hatte. Zudem waren nun viele Workshopteilnehmer in der Lage, mit mir über alltägliche Inhalte wie eben z.B. mein Essen zu reden, was in nahezu allen Workshops die Atmosphäre von Beginn an verbesserte. Zudem konnte ich anhand dieses Beispiels das Konzept der menschlichen Kommunikation erläutern. Schließlich ist Smalltalk über Essen oder die Anreise inkl. dem Hotel etwas, was ich selbst mit massiven Gegnern des Digitalen im Analogen erlebe – und nichts anderes sind diese kleinen Fotos und Geschichten die ich so erzähle.

Wibke Ladwig – mit Ihre berate und begleite ich gerade eine Gruppe von Bibliotheken in NRW – hat in einem Gespräch dazu mal den Gedanken aufgeworfen, dass man mit diesen kleinen Informationen etwas von sich gibt, und erst damit eine Kommunikation beginnen kann. Denn Kommunikation nur über vermeintlich fachliche Themen funktioniert auch in der analogen Welt nicht… Versteht mich nicht falsch: Ich möchte auf keinen Fall behaupten, dass man im Social Web nur über sein Essen etc sprechen bzw. posten sollte. Aber sehr sehr viele Accounts und Seiten von Institutionen und Unternehmen lassen jegliche menschliche Kommunikation vermissen.

Nun war ich aber auch inhaltlich aktiv: ich habe für mich die Welt der Podcasts neu entdeckt. Immer wieder saß ich vor halbfertigen Blogbeiträgen und mir viel auf, dass Schreiben bei mir sehr oft wie eine “Gedankenbremse” wirkt. Meine Gedanken sind schneller als meine Fähigkeit zu schreiben. Operativ bedeutet das: ich spreche lieber als dass ich schreibe. Und so habe ich irgendwann angefangen meine Ideen in mein Handy zu sprechen. Es war mehr ein kleiner persönlicher Ideenpool und ich nutzte dies nur für mich selber. Schließlich habe ich aber begonnen, diese Ideen zu veröffentlichen. Und schon hatte ich einen weiteren Kommunikationskanal geöffnet. In kleinen Schritten wurden es in den letzten Wochen immer mehr Plattformen und Formate im digitalen Raum. Ich war also nie so aktiv wie in den letzten Wochen. Aber das Problem ist: Nur die wenigsten Menschen sind ebenso auf diesen Plattformen aktiv. Mein eher durch Zufall begonnener Transmedia-Storytelling-Ansatz scheiterte – wie auch die meisten anderen derartigen Ansätze schlichtweg daran, dass die weitaus meisten Menschen nur eine der Plattformen nutzen bzw. nur auf einer Plattform mit mir vernetzt sind. Somit haben sie immer nur einen Teil des Ganzen wahrgenommen.

Was bedeutet das?

Zum Einen werde ich nun wieder intensiver bloggen – versprochen. Mir ist klar geworden, dass diese Plattform noch immer meine zentrale Plattform ist, wenn es um weitergehende Inhalte geht. Ich muss mir dafür Zeit nehmen…

Des weiteren werde ich einen Weg finden müssen, die einzelnen Plattformen besser zu vernetzen, z.B. in wöchentlichen Zusammenfassungen meiner Aktivitäten als Blogbeitrag und durch mehr aktive Vernetzung – inhaltlich oder auch als Verlinkung.

Und schließlich muss ich einen Weg finden, dass ich wieder Lust auf Bloggen habe und es nicht nur als Aufgabe sehe, die ich auch noch umsetzen muss. mein Ansatz: Gamification – aber dazu später mehr…

Aber ich habe heute auch zwei Fragen an Euch:

  1. Wie motiviert Ihr Euch für digitale Aktivitäten?

  2. Welche Plattformen nutzt Ihr für welchen Zweck und warum?

Bis dahin

Beste Grüße

Christoph Deeg

2 Replies to “Digitale Aktivitäten und analoge Veränderungen”

    1. Liebe Daniela, vielen Dank für den Kommentar – und ja es ist einer meiner zwei Vorsätze in diesem neuen Jahr, endlich und viel zu bloggen…

      Herzliche Grüße

      Christoph

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